23.03.2018  

{Rezension} Nacht der Diebe von Hanna Kuhlmann

                  Taschenbuch: 368 Seiten                             Verlag: Knaur TB (1. März 2018) 

                  Genre: Fantasy                                               ISBN: 978-3426521212

                  Preis: TB - 9,99 €, ebook - 9,99 €
Shivari wurde vom Gott des Wassers dazu auserwählt, sein Erbe anzutreten – und dank dieser neuen Fähigkeiten gelingt es Shivari schnell, innerhalb der Diebesgilde der Stadt Vesontonio aufzusteigen. Doch die Welt der Götter ist im Umbruch, und auf den eigensinnigen jungen Dieb warten weitaus größere Aufgaben, als die Herrschaftsinsignien aus dem Palast zu stehlen. Und dann ist da noch Fuchs, ein junger Adliger, der mehr Gefallen an einem Leben als Meisterdieb denn als künftiger Fürst findet, und Shivaris Weg immer wieder kreuzt …

Ich machte mich auf den Weg, als die ersten Dämmerdrachen flogen.

Shivari wächst, auf sich allein gestellt, auf den Straßen Vesontonios auf. Ohne Hilfe schlägt sich das Straßenkind durch und versucht sich an diversen Aufnahmeprüfungen einer Diebesgilde. Bei dem Versuch ins Rathaus einzubrechen trifft Shivari auf einen Schattengeist und wird schwer verletzt, überlebt aber. Kurz darauf erzählt ihm ein Fremder, er sei nun der Gott des Wassers. Mit den neu entdeckten Kräften versucht Shivari erneut eine Prüfung zu bestehen, dieses Mal mit Erfolg.

Abwechselnd wird die Geschichte von Shivari oder einem personalem Erzähler, der allen anderen Charakteren folgt, wiedergegeben. Dabei liegt das Augenmerk auf den jungen Fuchs. Trotz des eher ungewöhnlichen Erzählstils lässt sich die Geschichte flüssig und zügig lesen.
Die Stadt Vesontonios liegt im Land Nyrian, welches von einem König regiert wird und in verschiedene Ländereien geteilt ist, in denen Fürsten ihren Sitz haben. Es gibt Magiekundige, jedoch ist nicht jeder Mensch dafür geeignet. Neben den Menschen gibt es unzählige weitere Rassen. Unter anderem Drachen, Tierwesen oder Erdenkinder. Diese spielen aber eine weniger große Rolle im Buch und werden auch nicht vollständig beschrieben.

Charaktere

Als Einzelgänger versucht Shivari sich auf den Straßen Vesontonios durchzuschlagen. Bevor er den Funken vom Wassergott und somit enorme magische Kräfte erhielt, ging er bei seinen Raubzügen äußerst bedacht vor. Später neigte er jedoch zu waghalsigen Manövern und verließ sich nur auf die Magie. Mit seiner arroganten Art forderte er andere gerne heraus.

Vico Vanira, auch bekannt unter den Namen Fuchs, ist ein Adelssohn, der unter den Zwängen seines Vaters steht. Irgendwann flieht er vor seiner Familie und dessen Erben und landet in Vesontonios. Dort gelingt es ihm schnell in einer Diebesgilde aufzusteigen und sich als Meisterdieb einen Namen zu machen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten freunden sich Fuchs und Shivari schließlich an und werden sogar Partner.

Solider Fantasyroman mit zwei interessanten Protagonisten, trotz des unterschiedlichen Standes haben sie gleiche Ansichten. Zu Beginn verwirrte das Weltenkonstrukt und eine bessere Einleitung und Erklärung zu einigen Wesen fehlten.

Hanna Kuhlmann, Jahrgang 1992, war schon immer eine leidenschaftliche Verfasserin von Geschichten, egal ob als Gedicht, Kurzgeschichte oder Roman. Schon in jungen Jahren ging sie dieser Faszination nach und studierte später schließlich Germanistik und Buchwissenschaft. Neben dem Buch ist der Film ihre größte Leidenschaft.
©DroemerKnaur

Ein riesengroßes Dankeschön an


für das Rezensionsexemplar!

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