24.02.2018  

{Rezension} Wie Wölfe im Winter von Tyrell Johnson

                  Originaltitel: The Wolves of Winter                    Taschenbuch: 352 Seiten 

                  Verlag: HarperCollins (2. Januar 2018)               Genre: Thriller 

                  ISBN: 978-3959671323                                       Preis: Br - 15,00 €, ebook - 12,99 €

>>Aber das war in einem früheren Leben gewesen. In der mittlerweile vergessenen Zeit. Heute lebte ich im Yukon, aß Fleisch und fluchte wie ein Kesselflicker.<< Seite 184
Die Welt, wie Lynn sie kannte, existiert nicht mehr, seit ein Grippevirus einen Großteil der Menschheit ausgelöscht hat. Mit ihrer Familie kämpft sie im eisigen Yukon ums Überleben. Jahrelang haben sie keinen Kontakt zum Rest der Welt gehabt, bis plötzlich ein Fremder erscheint. Er wird verfolgt, und sie nehmen ihn bei sich auf. Doch in dieser neuen Welt ohne Nahrung, ohne Regeln und ohne Moral bringen sich Lynn und die anderen damit in Lebensgefahr …

Die Falle war leer und der Schnee voller Blut, was drei Gründe haben konnte.

Seit sieben Jahren lebt Lynn mit ihrer Familie im Yukon, fernab der ehemaligen Zivilisation. Plötzlich taucht ein Fremder auf und trotz Skepsis nehmen sie ihn bei sich auf. Ein Fehler, wie sich schon kurze Zeit später herausstellt, der sie alle in Gefahr bringt, besonders Lynn.

Die junge Frau Lynn erzählt ihre Geschichte selbst, springt dabei zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wobei die Vergangenheit nicht chronologisch ist. Ihre Erzähl- und Ausdrucksweise ist, für ihr Alter, sehr kindlich. Der Schreibstil ist gut, jedoch gibt es viele kurze Sätze und Aufzählungen, die allerdings zum restlichen, kindlichem Erzählstil passen. Ein Stilmittel, welches nicht si meines ist.
Die Welt wie wir sie kennen ist untergegangen, Zugrunde gerichtet von einem Grippevirus ohne Heilung. Einzig die Kälte wirkt abschirmend, weswegen viele Menschen in die eisigeren Regionen der Erde zogen. So auch Lynn und ihre Familie.
Besonders zum Ende des Buches wurde die Geschichte sehr kurz und knapp erzählt, obwohl es noch viel Spielraum gab und das Ende kein wirkliches Ende ist und die Geschichte dadurch sehr nichts sagend wird.

Charaktere

Die Protagonistin war eigentlich recht sympathisch und taff. Ihre Ausdrucksweise und Handlungen zeugten aber von deutlicher Unreife, trotz des Alters von 23 Jahren. Charaktereigenschaften, die mich ein ums andere Mal störten. Zu ihrer Familie zählten ihr Onkel Jeryl, der im Yukon das Familienoberhaupt darstellte, ihr Bruder Ken, ihre Mutter Mary und Ramsey, der Sohn eines ehemaligen Freundes Jeryl. Ihr Dad starb noch bevor sie in den Yukon gingen, an der Grippe.

Die Beziehung zwischen Jax und Lynn ist eigentlich nicht wirklich vorhanden. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, aufgrund der Abgeschiedenheit zum anderen Geschlecht. Und auch von Jax's Seiten aus ist unklar was nun der eigentliche Zuneigungsauslöser war, oder es auch nur die lange Zeit ohne das andere Geschlecht war.

An sich war Jax sehr persönlichkeitslos, nur in seltenen Momenten zeigte er eine Gefühlsregung. Dies passte aber zu seiner Rolle im Buch.

Eine Geschichte, die viel Spielraum bietet, dessen Potenzial aber leider nicht genutzt wurde.

Der neunundzwanzigjährige amerikanische Schriftsteller und Redakteur Tyrell Johnson hat Literatur und Poesie an der University of California studiert. Mitttlerweile lebt er mit seiner Familie in Kelowna, im Nordosten von Vancouver. "Wie Wölfe im Winter" ist sein Debüt.
©HarperCollins

Ein riesengroßes Dankeschön an
für das Rezensionsexemplar!

Kommentare:

  1. Hallo liebe Denise!

    Dieses Büchlein habe ich auch zu Hause und werde es im März lesen. Ich bin schon sehr gespannt, denn die Idee klingt wirklich gut und das Setting soll sehr gut beschrieben sein. Schade, dass dich die Geschichte am Ende nicht ganz so überzeugen konnte wie erhofft. Na mal sehen, ob ich genauso empfinden werde... Ich bleibe auf jeden Fall mal neugierig. ;)

    Liebste Grüße
    Nina von BookBlossom

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    1. Huhu :)
      Ja, die Idee und das Setting war auch super, aber die Umsetzung leider nicht so. Wie geschrieben, es gibt sehr viel Luft nach oben. Schade eigentlich. Ich wünsche dir trotzdem auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen des Buches. Vielleicht empfinde ja auch nur ich so. :)
      Liebe Grüße
      Denise

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